Ein Leben für Wasserburg und den Zusammenhalt

von links: Alexandra Burgmaier, Michael Kölbl, Werner Gartner, Ronja Endres

28. Februar 2026

Für seine außerordentlichen Verdienste um das Wohl seiner Heimatstadt erhielt Michael Kölbl, seit 2002 Wasserburgs Erster Bürgermeister am 27. Februar die höchste Auszeichnung, die die BayernSPD verleiht, die Helmut-Rothemund-Medaille. Zu diesem ganz besonderen Anlass kam die Co-Vorsitzende der bayerischen Sozialdemokrat/innen, Ronja Endres in die Innstadt. Die Ehrung fand im Pub „Queens“ im Beisein vieler verdienter Genoss/innen aus Stadt und Landkreis statt.

Moderiert wurde der Abend von Friederike Kayser-Büker, Vorsitzende der SPD Wasserburg, launige Grußworte sprachen Werner Gartner, Zweiter Bürgermeister und Alexandra Burgmaier als SPD-Kreisvorsitzende und Landrats-Kandidatin. In den Mittelpunkt wurde dabei Michael Kölbls herausragende Fähigkeit, auch in verfahrenen Situationen Lösungen zu finden und tragfähige Kompromisse zu schmieden, gestellt. Mitglied in der SPD seit 1980, seit 1984 Stadtrat, seit 1990 Fraktionsvorsitzender, schließlich langjähriger Erster Bürgermeister mit ausgeprägter Bürgernähe und dazu engagiert in vielfältigen Ehrenämtern, genannt seien hier beispielhaft der Aufsichtsrat von Romed-Klinik, Wohnungsbaugenossenschaft und Sparkasse. Werner Gartner fasste es so zusammen: Ein Sozialdemokrat durch und durch!

Ronja Endres stellte einleitend die überragende Bedeutung der Helmut-Rothemund-Medaille in der BayernSPD, aber auch die intensive Prüfung entsprechender Vorschläge im Landesvorstand heraus. Mit seiner ausgeprägten Geradlinigkeit, immer ganz nah am Menschen und stets seinen eigenen Weg gehend komme Michael Kölbl dem Idealtypus eines Politikers in der Tradition eines Helmut Rothemund besonders nahe. Sie stellte den Lebenslauf Kölbls, seine Herkunft aus kleinen Verhältnissen und seine frühere Tätigkeit als Staatsanwalt und Richter vor. Als Bürgermeister und Kommunalpolitiker habe er juristische Scharfsinnigkeit und menschliche Wärme gleichzeitig vereint. Kompromisse und gute Lösungen für die Menschen zu finden sei immer ein zentraler Antrieb für den „Vergleichs-König“ gewesen.

Herauszustellen sei die besondere Bürgernähe wie sein unermüdlicher Einsatz für den sozialen Wohnungsbau, einer ursozialdemokratischen Zielvorstellung. Michael Kölbls Motto fasste Ronja Endres so zusammen: „Stolz auf Wasserburg, stolz auf seine Menschen, niemand darf zurückgelassen werden!“

Er sei immer ein herausragender Repräsentant der Sozialdemokratie gewesen, als Politiker und als prägende Persönlichkeit. Abschließend erinnerte Endres an ihre eigene biographische Verbundenheit mit der Stadt am Inn. Wasserburg sei immer der Mittelpunkt des Lebens ihrer Großmutter, die im Henna-Gassl gelebt habe, gewesen. So dankte sie auch in deren Namen dem Ersten Bürgermeister dafür, wie gut er die geliebte Stadt über all die Jahre bewahrt habe.

Für die ehrenden Worte und die Würdigung seines Lebenswerks bedankte sich Michael Kölbl herzlich, seine eigene Person wollte er aber nicht in den Mittelpunkt gestellt bekommen. Entscheidend sei immer die Unterstützung durch das Team gewesen. Ohne die Solidarität von Partei wie Fraktion, ohne die hervorragende Zusammenarbeit mit den Mitarbeiter/innen der Stadtverwaltung hätte gar nichts erreicht werden können.

Er sei der erste Kandidat aus der Gripsenau für den Wasserburger Stadtrat gewesen, ohne die Unterstützung einer knorrigen Persönlichkeit wie Karl Bachinger wäre es aber vermutlich nicht möglich gewesen, bereits im ersten Anlauf in den Wasserburger Stadtrat gewählt zu werden.

Ganz persönlich dankte er anwesenden Mitstreiter/innen wie Anne von Loewenfeld, Irene Blüml, Werner Gartner, Helmut Schedel, Friederike Kayser-Büker und Gert Graedler und erheiterte die Anwesenden mit einigen Anekdoten aus fünf Jahrzehnten Einsatz für Wasserburg und für die Sozialdemokratie. Die beste Innenpolitik, so Kölbl, sei immer noch eine gute Sozialpolitik. Auch die Tätigkeit als Staatsanwalt und Richter sei für ihn bereichernd gewesen, doch sei es der Bürgermeister, der dafür zu sorgen habe, dass ein Kind gar nicht erst in den Brunnen falle. In Anwesenheit seiner Tochter Julia wie seiner Enkelin Frieda dankte er abschließend seiner Familie, die für ihn immer das wichtige Rückzugsgebiet von der Politik dargestellt habe.

Michael Kölbls Rückzug aus der Kommunalpolitik macht Wasserburg sehr viel ärmer, das machten die Anwesenden mit ihren ausgiebigen Ovationen für den Amtsinhaber deutlich: Einer der größten Söhne der Stadt Wasserburg!

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